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christaPræsteklumme 18.07.2012

In meinem Keller türmt sich ein Haufen Sperrmüll: Alte Plakate, ein
ausrangierter Wohnzimmerschrank, alte Lampenschirme und vieles mehr.
Meine Nachbarn fahren gerade mit einer Ladung Aussortiertes auf dem Trailer los. Eine gute Idee, denke ich, die Ferienzeit zu nutzen, um einmal gründlich aufzuräumen.
In den Ferienwochen ist Luft, einmal die Dinge zu tun, die im Alltag auf der
Strecke bleiben. Es ist Zeit, die Stapel auf meinem Schreibtisch zu
durchforsten, die sich in den vergangenen Monaten dort angehäuft haben: Briefe, die auf eine Antwort warten, liegen da, ausgeschnittene Zeitungsartikel, die ich
schon lange lesen wollte.
Das Chaos auf meinem Schreibtisch, habe ich oft den Eindruck, spiegelt etwas
wider von meiner inneren Befindlichkeit. Zwischen den Papierbergen scheint mir
mein Leben in der Hektik des Alltags ebenso unübersichtlich wie die
Zettelwirtschaft. Zeit und Kraft reichen gerade für das, was unmittelbar obenauf
liegt. Alles andere wird beiseitegeschoben. Unerledigt.
Doch wenn ich mir einmal Zeit nehme, die äußere Unordnung zu beseitigen, Zettel
abzuheften, Unerledigtes zu bearbeiten, erlebe ich, dass sich auch etwas in mir
ordnet. Ich bekomme wieder Raum für neue Gedanken und kreative Ideen.
Die Ferien sind eine gute Gelegenheit, einmal inne zu halten, um
nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich aufzuräumen, sich Zeit zu nehmen und
darüber nachzudenken: Was ist mir wichtig in meinem Leben? Was möchte ich mir
nicht nur in den Ferien, sondern auch im Alltag gönnen? Wofür will ich Platz
schaffen? Wovon muss ich aber auch trennen?
Aufräumen heißt ja nicht nur, Freiraum zu gewinnen und Neues zu entdecken. Sondern es bedeutet immer auch, sich von Altem zu lösen, loszulassen, was einem einmal lieb war.
In der Bibel wird demjenigen Segen versprochen, der es wagt, Altes hinter sich zu lassen.
Wie Abraham, der auf Gottes Geheiß hin fortzieht aus seiner Heimat und zurücklässt, was ihm Halt uns Sicherheit gegeben hat. Abraham erfährt Gottes Segen, als er aufbricht. Ein neues Land eröffnet sich ihm, und aus seinem Geschlecht erwächst ein großes Volk.
Vielleicht bietet sich Dir in der Ferienzeit ja auch einmal die Gelegenheit, das ein oder andere zu entrümpeln.
Man muss ja nicht gleich alles umkrempeln. Aber vielleicht macht man doch die Entdeckung, dass sich hier und da Neuland eröffnet.

Christa Hansen

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