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Am 2. Februar ist Maria Lichtmess. In vielen Gottesdiensten am Sonntag, dem 4.2. wird die Thematik des Feiertages aus katholischer Tradition eine Rolle spielen. Dabei stammen die Ursprünge des Festes aus vorchristlicher Zeit und auch jüdische Elemente spielen eine Rolle, da 40 Tage nach Weihnachten Jesus in den Tempel gebracht wurde.
Licht wird in vielfacher Weise an diesem Tag in den Mittelpunkt gestellt, und bis heute werden in Süddeutschland Kerzen an diesem Tag gesegnet und geweiht.
Die brennende Kerze symbolisiert so das neuerwachte Licht – und in vorchristlicher Zeit die keltische Feuergöttin Brigid. Sie ist die Beschützerin des neugeborenen Lebens.
In der keltischen Tradition wird Sonnenuntergang des 1. Februar bis zum Sonnenuntergang des 2. Februar das Fest der Göttin Brigid (Am fheill Bride) gefeiert.
Obgleich die Natur, wie in diesem Jahr, noch in winterlicher Starre verharrt, werden die Tage schon merklich länger. Die Sonne geht an jedem Tag ein bisschen früher auf und es ist spürbar, dass die Dunkelheit weichen wird.
Es ranken sich auch viele prophetische Bauernweisheiten um den Tag, der in dänischer Tradition ‚Kyndelmisse‘, wohl abgeleitet von dem lateinischen ‚Missae Candelabrum‘, heißt. Schließlich ist nun auch die Mitte des Winters erreicht und das Frühjahr lässt sich schon ahnen.
Wir brauchen Licht zum Leben. Licht stimuliert uns. Licht erhellt nicht nur unsere Umwelt, sondern es hellt auch unser Gemüt auf. Wie viele sehnen sich gerade in diesen Tagen – wo ein strenger Winter uns umgibt – nach der wärmenden Frühlingssonne, die gar das erste zarte Grün aus den Bäumen und Sträuchern lockt.
Jesus sagt von sich: “Ich bin das Licht der Welt.” – das heißt auch: Jesus stellt alle in sein Licht. Wie wir in seinem Licht erscheinen, so sind wir in Wahrheit vor Gott: Menschen mit Fehlern allzumal.
Das Licht Jesu durchleuchtet uns. Es zieht ins Helle, wer wir sind und wie wir leben. Es enttarnt uns – und zwar alle. Die, die meinen, im Recht zu sein, richten zu können, das Recht gepachtet und die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben ebenso wie die, die meinen, im Dunkeln sei gut munkeln und es käme schon nicht an den Tag, worüber die Nacht ihren Mantel gedeckt hat.
Es ist für Alle gut, wenn Licht in die Sache gebracht wird!
Christa Hansen, Hadersleben

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