Christa HansenSprachforscher sagen, Urlaub kommt von Erlaubnis. Man erhält die Genehmigung, sich vom Arbeitsplatz für eine festgesetzte Zeit entfernen zu dürfen.

Ein wenig befremdlich wirkt diese Herleitung schon. Damit ist ja irgendwie festgelegt, dass das ganze Leben von der Arbeit bestimmt ist. Sollte Urlaub nicht etwas Selbstverständliches sein?
Der erste  überlieferte ‚Urlaub‘ stammt übrigens aus dem Mittelalter. Ritter fragten ihren Lehnsherren um „urloup“, um in die Schlacht zu ziehen. Urlaub für den Krieg. Gott sei Dank, dass zumindest diese Herleitung heute ihre Bedeutung verloren hat.
Da sage ich statt Urlaub doch lieber Ferien. Das kommt von Lateinisch „feriae“, was so viel heißt wie Feiertag oder Ruhetag. Im alten Rom waren das die Tage, an denen keine Gerichtsitzungen abgehalten wurden. Keine Verhandlungen, keine Verurteilungen, kein  Geschäft, kein Dienst – Zeit zur Muße und zur Erholung.

Gott hat mit der Schöpfung unserer Welt festgelegt, dass jeder siebte Tag ein solcher Tag sein muss. Er hat das getan, lange bevor Arbeitgeber über Urlaubsregelungen nachdachten.
Keine Frage: Dem Menschen tut die Arbeit gut. Er sollte von seiner Arbeit leben können, doch nicht allein für sie.

Urlaubstage sind daher nicht verdiente, sondern geschenkte Tage. Sind Unterbrechung der Routine und des Trotts. Nicht die Belohnung  für getane Arbeit, sondern die Erinnerung daran, dass unser Leben ein Geschenk Gottes ist. Wir dürfen es dankbar genießen. Also Allen, auch und ganz besonders in Gottes Namen: Schöne Ferien!

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